Mein Märchen “Ebbe und Flut” erscheint in dem Märchen-Sammelband “Wovon träumt der Mond?”

 ~ erschienen im Wurdack-Verlag (www.wurdackverlag.de)
 ~ 226 Seiten
 ~ Paperback
 ~ Preis: 12, 95 Euro
 ~ Erscheinungsdatum: November 2008
 ~ ISBN: 978-3-938065-37-2

Ihr könnt das Buch beim Verlag oder gerne auch direkt bei mir bestellen (dazu könnt ihr mir entweder eine Mail schreiben oder das Bestellformular benutzen).

“Wovon träumt der Mond?” enthält 42 Mond-Märchen für Erwachsene.
In meiner Geschichte “Ebbe und Flut” geht es um betrunkene Seeleute, um den Untergang von Atlantis und darum, wie der Mond und das Meer eine verbotene Liebschaft haben.
 


Zum Inhalt:

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre.

39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.

...und hier eine Leseprobe aus meiner Geschichte “Ebbe und Flut”:

„Es ist Vollmond,“ stellte der junge Seemann fest, während er sich an die Kaimauer. „Und die Flut steigt und steigt.“
Sein älterer Kollege nickte. „Natürlich. Bei Voll- und Neumond ist der Tidehub besonders hoch. Dann donnert die See mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes heran, und unbändig schleudert sie ihre Wogen gegen Dämme und Wälle. Danach beruhigt sie sich für eine Weile und verlangsamt ihre Bewegungen zu einem gemächlichen Reigen, bis sie erneut beginnt, in wilder Raserei zu toben.“ Er zog eine Rumflasche aus der Tasche seines langen, fleckigen Mantels und nahm einen Schluck. Aus der Spelunke hinter ihnen ertönte Gelächter, Gläser klirrten, und irgendwo in der Ferne bellte ein Hund.
„Ist das nicht merkwürdig?“ Der Junge zog heftig an seiner Zigarette, und seine Augen flackerten. „Ich frage mich, weshalb der Mond und das Meer auf diese Weise verbunden sind.“
Der andere verzog das Gesicht zu einem Grinsen. „Sie tanzen miteinander, der Mond und die See“, flüsterte er. „Sie bewegen sich im gleichen Rhythmus, und so, wie der Mond an- und abschwillt, so erhebt die See sich und flutet wieder zurück. Es ist ein Tanz der unerfüllten Leidenschaft und der niemals endenden Sehnsucht.“
„Ein Tanz?! Ach was, du willst bloß wieder Seemannsgarn spinnen!“ Der Junge lachte, und sein Gelächter ging in ein raues Husten über.
„Doch, ich schwöre dir, sie tanzen,“ entgegnete der alte Seemann. „Glaub mir, es ist wahr...”

(...)

 

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