~ Schauerroman / Gothic Novel
 ~ Format: Heftroman
 ~ 35 Seiten
 ~ Autorin: Nadine Muriel
 ~ Preis: 3,50 Euro
 ~ erschienen im März 2011 im
    Wunderwaldverlag
 * ISSN 2190-9776

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Zum Inhalt:

   Aus Übermut wettet Geneviève mit ihren Freunden , ob sie sich traut, nachts über den Friedhof zu gehen. Als Beweis
   ihres Mutes soll sie etwas mitbringen und greift nach bangen Minuten in der Finsternis nach etwas, das sie auf einem
   Grab ertastet. Von nun an träumt sie Nacht für Nacht den selben Traum von ihr , die ihr keine Ruhe mehr lässt. In ihrer
   Verzweiflung ist Geneviève weder zu einer Bindung noch zu einem Studiumabschluss fähig und flieht für Jahre ins
   Ausland - ihren Traum immer dabei. Erst, als sie zur Familie ihrer Freundin eingeladen wird und auf deren Onkel
   Radewolf trifft, scheint eine Lösung ihres Alptraums in Sicht ...

   Leseprobe:

   (...)

   Und die Angst blieb, wand sich wie eine gefräßige Schlange durch meinen Alltag und wurde zu einem Hurrkan, der mich
   mit sich fortriss ... Egal, was ich tat, immer schob sie sich dazwischen. Inzwischen konnte ich kaum noch an etwas
   anderes denken. Ich wurde unleidlich und geistesabwesend. Kaute an meinen Fingernägeln, kritzelte Rosen und
   großäugige Frauengesichter vor mich hin oder starrte ins Leere, wenn man mit mir sprach. Dann wiederum schimpfte und
   zeterte ich wegen Kleinigkeiten.
   Natürlich fiel auch meinen Freunden auf, dass ich mich verändert hatte. Sie wollten wissen, weshalb ich so bedrückt
   wirkte und mein Studium vernachlässigte. Ihre Fragen bedrängten mich, denn ich konnte keine Antwort geben. Wie sollte
   ich das Grauen, das sich meiner Seele bemächtigt hatte, in Worte fassen? Mehrmals nahm ich mir fest vor, mit Iris oder
   Moira über meine Sorgen zu sprechen, doch jedes Mal verließ mich im letzten Moment der Mut. Würde man mich nicht
   unweigerlich für verrückt halten, wenn ich erzählte, dass ich verflucht war?
   Zu einem heftigen Zerwürfnis kam es, als ich eine Verabredung mit Moira vergaß. Über eine Stunde hatte sie in unserem
   Lieblingscafé vergeblich auf mich gewartet.
   “Was bildest du dir eigentlich ein? Denkst du, ich habe so kurz vor meiner Abschlussprüfung nichts anderes zu tun, als
   Sesselwärmer in irgendeinem Café zu spielen”, warf sie mir am nächsten Tag vor.
   Natürlich tat mir mein Verhalten leid. Ich entschuldigte mich wortreich und lud sie zu Erdbeertorte und echtem
   Bohnenkaffee ein. Das war ein Luxus, den ich mir normalerweise nie erlaubt hätte.
   Moira war nicht nachtragend. Aufgeregt berichtete sie von einem jungen Mann aus Hamburg, in den sie sich verliebt
   hatte. Nun überlegte sie, ob sie nach dem Ende ihres Studiums eine Anstellung in seiner Nähe suchen sollte. Ihre
   Wangen glühten.
   “Ich weiß gar nicht, ob unsere Beziehung auf Dauer Bestand hat”, sagte sie und zerknüllte die Serviette zwischen ihren
   Händen. “Einerseits habe ich Angst, dass es nicht gut geht mit uns. Dann bin ich allein in einer fremden Stadt, weit
   entfernt von meiner Familie und meinen Freunden. Andererseits - wenn ich diesen SChritt nicht wage, werde ich nie
   herausfinden, ob wir miteinander glücklich sein können. Im Moment schwirrt mir der Kopf. Gestern bekam ich einen Brief
   von Aljoscha, in dem er schrieb ...”
   Die Worte sprudelten nur so aus ihr heraus. Ich versuchte, mich darauf zu konzentrieren, doch meine Gedanken
   schweiften beständig ab und kreisten um meine entsetzlichen Träume.
   “Und was meinst du dazu?”, fragte Moira.
   Ich zuckte zusammen. “Wozu?”
   “Na, zu Aljoschas Vorschlag.”
   “Welcher Vorschlag? Verzeih, Moira, ich ...”
   Wutentbrannt sprang Moira auf.

    (...)

 

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melisande